Aeskulap-Stab
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Prinzip des 
 Phasenkontrasts
Prinzip des  Relief-  
 Phasenkontrasts
Material und  
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Material und Methoden

Relief-Phasenkontrast wurde an zwei Leitz-Mikroskopen HM-Lux 3 und Dialux entwickelt, welche beide für Positiv-Phasenkontrast ausgelegt sind.

Das HM-Lux 3 verfügt als relativ einfach konstruiertes Schul- und Kursmikroskop über auswechselbare Schieber, welche zur Realisierung von Phasenkontrast in den vorhandenen Hellfeldkondensor eingeschoben werden. Weiterhin existiert eine größer dimensionierte Ringblende auf einem separaten Schieber für Dunkelfeldbeleuchtung. Die Ringblenden-Schieber bestehen aus schwarzem Kunststoff; die Kanten sämtlicher Schieber sind geradlinig begrenzt (vgl. Abb. 5).

Das verwendete Labormikroskop Dialux ist mit einem Phasenkontrastkondensor nach Zernicke ausgestattet (drehbare Revolverscheibe mit verschiedenen Ringblenden und Dunkelfeld-Modul).

Mit diesen beiden technisch unterschiedlich ausgelegten Mikroskopen konnten die verschiedenen vorbeschriebenen Realisationsvarianten des Relief-Phasenkontrastes evaluiert werden.

Die Aufnahmen der Phasenring- und Lichtblenden-Justierungen wurden unter Verwendung eines Phasenkontrast-Einstellfernrohrs mit digitalen Kompakt-Kameras erstellt (Casio Exilim EX-Z 110 und Canon Powershot A 620). Für die mikrofotografischen Bildbeispiele wurden eine digitale Bridge-Kamera (Olmypus-Camedia C 7070) und eine digitalen Spiegelreflex-Kamera (Canon EOS 350D) an den jeweiligen Mikroskopen adaptiert.

Zur optimierten Begrenzung und Justierung der sektoralen Beuchtungsstrahlen wurde ein Justier-Teleskop / Einstell-Fernrohr bei binokularer Beobachtung in einen Stutzen des jeweiligen Binokulartubus eingesetzt. Auf diese Weise konnten die resultierenden optischen Effekte in Abhängigkeit von der jeweiligen Einstellungen simultan durch das im Tubus verbliebene zweite Okular beobachtet werden. Nach Anschluss der Einstellung konnte das Justierfernrohr entfernt und die Beobachtung in üblicher Weise binokular fortgesetzt werden.

Abb. 5 zeigt verschiedene Einschubblenden, welche am HM-Lux 3 für Relief-Phasenkontrast erprobt wurden. Unter Einbeziehung der geradlinig verlaufenden Querkanten aller Schieber konnte Releif-Phasenkontrast gemäß Abb. 3 a und b erreicht werden. Eine konventionelle Phasenkontrast-Ringblende nach Art des Schiebers in Abb. 5a ermöglichte die in Abb. 3 c und d gezeigte Beleuchtungseinstellung. Die Dunkelfeld-Lichtblende des in Abb. 5 c gezeigten Schiebers führte zu Abb. 3 e und f. Mit der aus Abb. 5b ersichtlichen punktuellen Lichtblende konnte Relief-Phasenkontrast bei voll geöffneter Aperturblende entsprechend Abb. 4 erzeugt werden.

Zusätzlich wurden zwei Prototypen modifizierter Lichtblenden entwickelt, welche mit halb- bzw. vollkreisförmigen Lichtdurchlässen versehen sind (Abb. 5 d und e). Je nach Einschubtiefe können mit diesen Blendenschiebern unter Mitwirkung der Aperturblende Lichtdurchlässe von unterschiedlicher Form und Größe erzeugt werden. Zusätzlich kann die Beleuchtung in konventionelles Hellfeld überführt werden, ohne die Position des Schiebers zu verändern, wenn die Aperturblende hinreichend weit geöffnet wird.
 



Abb. 5:
Einführbare Blendenschieber für konventionellen Phasenkontrast (a), modifiziert für Relief-Phasenkontrast (b) und für Dunkelfeld (c).
Prototypen zweier spezieller Blendenschieber für Relief-Phasenkontrast mit halbfkeisförmigem (d) und kreisförmigem (e) Lichtdurchlass

Copyright: Joerg Piper, Bad Bertrich, Germany, 2007

 

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