Aeskulap-Stab
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Prinzip des 
 Phasenkontrasts
Prinzip des  Relief-  
 Phasenkontrasts
Material und  
 Methoden
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Diskussion

Die beschriebenen Modifikationen des Phasenkontrastes, welche in diesem Beitrag als Relief-Phasenkontrast bezeichnet werden, unterscheiden sich hinsichtlich Bildeigenschaften vom konventionellen Phasenkontrast durch eine zusätzliche dreidimensionale Abbildungskomponente, welche sich aus der schrägen Beleuchtung des Objektes aus nur einer definierten Richtung ergibt. Zusätzlich können besonders filigrane, opake Strukturen geringer Schichtdicke mit einem erhöhten Kontrast dargestellt werden. Randunschärfen durch sphärische Aberration sind bei Verwendung nicht plankorrigierter Phasenkontrast-Objektive deutlich reduziert. Dies kommt vor allem der Fotodokumentation planer Objekte entgegen. Die Tiefenschärfe ist bei Verringerung der Aperturblende im Vergleich zum konventionellen Phasenkontrast erhöht, woraus sich weitere Vorteile für die Mikrofotographie ergeben. Das Halo-Phänomen scheint bei der beschriebenen Modifikation zumindest bei bestimmten Beobachtungssituationen weniger ausgeprägt zu sein.

Je nach technischer Auslegung ist die Aperturblende voll zu öffnen oder adäquat zu schließen. In der praktischen Anwendung wird von der speziellen Objektbeschaffenheit und dem relativen Durchmesser des objektivseitigen Phasenringes abhängen, welche Variante im Einzelfall zu besseren Bildqualitäten führt.

Unter gerätetechnischem Aspekt erscheint grundsätzlich interessant, dass prinzipiell auch Objektive von Fremdherstellern verwendet werden können, da der beleuchtende Strahlengang an beliebig dimensionierte Phasenringe angepasst werden kann. Auch werden nicht in jedem Fall mehrere verschiedene Ringblendenschieber benötigt. Letztlich genügt eine Ringblende oder ein lichtundurchlässiger Schieber, um den beleuchtenden Strahlengang in Zusammenwirken mit der Aperturblende im erforderlichen Maß einzugrenzen.

Diese Aspekte können als Vorteile gewertet werden, welche den Relief-Phasenkontrast als interessante Alternative oder Ergänzung zum konventionellen Phasenkontrast erscheinen lassen.

Seitens Geräteherstellern könnte Relief-Phasenkontrast ohne allzu großen Aufwand technisch realisiert werden, wenn die üblicherweise für Phasenkontrast verwendeten Ringblenden in den jeweiligen beleuchtenden Systemen durch exzentrische punkt- oder schlitz- bzw. sichelförmige Lichtblenden ersetzt würden, welche auf herkömmliche Art in den Strahlengang zu bringen wären. Weitergehende technische Entwicklungsvorschläge wurden vorstehend dargelegt.


Copyright: Joerg Piper, Bad Bertrich, Germany, 2007
 

 

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